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James Bon hat keine Zeit zu sterben

James Bon hat keine Zeit zu sterben

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Bon, James Bon. Und ich habe keine Zeit zu ster­ben, weil ich ab dem 01. Jan­u­ar 2020 grob geschätzt über­all auf­tauche, wo Geld seinen Besitzer wech­selt. Aber nun erst ein­mal langsam:

Ab dem 01. Jan­u­ar 2020 gilt ein neues Gesetz: Das Kas­sen­ge­setz. Sein Ziel soll sein, dass Manip­u­la­tio­nen an dig­i­tal­en Dat­en ver­hin­dert wer­den. Lück­en in Aufze­ich­nun­gen wer­den erkennbar gemacht, indem zu Beginn ein­er Aufze­ich­nung eine Transak­tion­snum­mer vergeben wird. Die Pro­tokol­lierung, die bei Dateneingabe begin­nt, ver­hin­dert dann eine nachträgliche Manip­u­la­tion der Dat­en.

Für die Prax­is ergibt sich nun fol­gen­der beispiel­haft angenommen­er Sachver­halt: Dr. No geht beim Bäck­er ein Brötchen kaufen. Er reicht gle­ich das Geld über den Tre­sen, da er dort täglich sein Brötchen kauft und die Preise ken­nt. Die char­mante Bäck­ereifachverkäuferin, Miss Mon­eypen­ny, ver­gisst über den net­ten Plausch mit Dr. No hin­weg, den Betrag von 27 Cent in das Kassen­sys­tem einzugeben — und schon ist es passiert. Waren­ab­gang und Zahlung­sein­gang sind nicht ord­nungs­gemäß doku­men­tiert und kön­nen damit im Kassen­sys­tem nicht kor­rekt abge­bildet wer­den. Doch was zieht die kleine Acht­losigkeit von Miss Mon­eypen­ny alles nach sich? Durch die Nichter­fas­sung der Transak­tion liegt eine Manip­u­la­tion von Dat­en vor, die zu ein­er fehler­haften Besteuerungs­grund­lage für das Finan­zamt führt. Natür­lich kön­nte Miss Mon­eypen­ny auch im Nach­hinein Dat­en eingeben, hat dann über den Plausch hin­weg aber ganz vergessen, welch­es Brötchen Dr. No heute nochmal gewählt hat­te und gibt eine kassen­mäßig fehler­hafte Buchung ein, die die falsche Höhe des Buchungs­be­trages aufweist.

Auf jeden Fall wäre Miss Mon­eypen­ny dieser Fehler nicht unter­laufen, wenn es schon vorher das Kas­sen­ge­setz gegeben hätte. An dieser Stelle komme ich ins Spiel: Bei jedem Kauf müssen die Miss Mon­eypen­nys dieser Welt den Dr. Nos dieser Welt einen Bon, einen James Bon, aus­geben. Dies kann aber nur geschehen, wenn sie zuvor den zu zahlen­den Betrag in das Kassen­sys­tem eingegeben haben. So ein­fach lässt sich so großer Schaden ver­mei­den. James Bon hat keine Zeit zu ster­ben. Und wo wir schon beim Aus­geben sind: Geschüt­telt, nicht gerührt.

Private Videoüberwachung und die DSGVO

Private Videoüberwachung und die DSGVO

Die pri­vate Videoüberwachung wird zunehmend zu einem Prob­lem für Betrof­fene. Es gehen Beschw­er­den bei den Auf­sichts­be­hör­den ein, die daraufhin die Recht­mäßigkeit der Ver­ar­beitung von aus Videoüberwachung gener­ierten per­so­n­en­be­zo­ge­nen
Dat­en prüft. Immer mehr Men­schen sehen sich in ihren Recht­en ver­let­zt und ihre Frei­heit­en eingeschränkt. Was ist erlaubt und muss hin­genom­men wer­den? Wie weit darf eine pri­vate Videoüberwachung gehen? Was gibt das „gefürchtete“ EU-Daten­schutzrecht (Stich­wort: DSGVO) vor?

Grund­sät­zlich ist eine Videoüberwachung im pri­vat­en Bere­ich, wo sich tat­säch­lich auf den pri­vat­en Raum ohne öffentlich zugängliche Bere­iche beschränkt wird, unprob­lema­tisch. Hier greift die soge­nan­nte Haushalt­saus­nahme. Der Briefträger beispiel­sweise muss also eine Aufze­ich­nung sein­er Per­son im Zuge der Ausübung sein­er Tätigkeit­en hin­nehmen. Ein­er vorheri­gen Ein­willi­gung der Aufze­ich­nung durch die betrof­fene Per­son (hier der Briefträger) bedarf es nicht. Auch der Nach­bar, der sich ein Paket Mehl auslei­hen möchte oder Fre­unde, die zu ein­er Garten­par­ty ein­ge­laden wer­den, sind von der soge­nan­nten Haushalt­saus­nahme erfasst.

Die Haushalt­saus­nahme ist als Auss­chlusstatbe­stand in Art. 2 Abs. 2c) Daten­schutz­grund­verord­nung (DSGVO) geregelt. Das Gesetz besagt hier, dass die Verord­nung keine Anwen­dung auf die Ver­ar­beitung per­so­n­en­be­zo­gen­er Dat­en durch natür­liche
Per­so­n­en zur Ausübung auss­chließlich per­sön­lich­er oder famil­iär­er Tätigkeit­en find­et. Das heißt, alle Vorschriften aus der DSGVO find­en auf die pri­vate Videoüberwachung keine Anwen­dung.

Doch wie sieht es mit dem Bun­des­daten­schutzge­setz (BDSG) aus? Auf­grund des Anwen­dungsvor­rangs des EU-Rechts gegenüber nationalen Geset­zen benötigt die Anwen­dung ein­er nieder­rangigeren Recht­snorm eine soge­nan­nte
Eröff­nungsklausel. Im Text der Verord­nung muss also auf den Text ein­er nationalen Rechtsvorschrift ver­wiesen wer­den. Ein solch­er Ver­weis find­et sich zu der Haushalt­saus­nahme des Art. 2 Abs. 2c) DSGVO jedoch nicht.

Und wie sieht es all­ge­mein mit dem Recht am eige­nen Bilde aus? Zunächst ein­mal sieht eine pri­vate Videoaufze­ich­nung nicht vor, zur Veröf­fentlichung ange­fer­tigt zu wer­den. Im Grunde ist eine Abwä­gung der Rechte unter­schiedlich­er Parteien vorzunehmen. Was wiegt mehr? Das Recht am eige­nen Bilde, das unge­fragt und nicht zur Veröf­fentlichung ange­fer­tigt wird oder das Sicher­heits­bedürf­nis eines Grund­stück­seigen­tümers, dem durch Videoaufze­ich­nung Rech­nung getra­gen wird? Unzäh­lige Gerichte haben sich mit der Klärung der­ar­tiger Fra­gen beschäftigt (z. B. AG München, Endurt. v. 22.11.2018 – 213 C 15498/18). Dabei wurde unter strenger Ausle­gung die grund­sät­zliche Überwachung des eige­nen Grund­stücks als angemessen bew­ertet, streng gese­hen wird hinge­gen die Überwachung ein­er Grund­stücks­gren­ze. Hierneben ste­ht es den meis­ten Per­so­n­en frei, ein videoüberwacht­es Grund­stück zu betreten oder nicht. Allen­falls dem Briefträger kön­nte dies bit­ter schmeck­en, denn er hat diese Wahl nicht. Im Zuge sein­er Dien­stausübung muss er die Videoaufze­ich­nung hin­nehmen.

Entschei­dend ist darüber hin­aus, dass kein Ein­griff in Grund­frei­heit­en über die Überwachung des pri­vat­en Raums hin­aus erfol­gt. So darf sich der Bere­ich, der gefilmt wird, nur auf die eige­nen Grund­stücks­gren­zen erstreck­en. Angren­zende Grund­stücke und der Gehweg/die Straße sind her­auszunehmen, ggf. zu schwärzen. Ob eine Hofe­in­fahrt von den Auf­nah­men erfasst wer­den darf, ist nach wie vor strit­tig. So sollte sich der Eigen­tümer min­destens ein­mal Gedanken zur Angemessen­heit gemacht haben und dies am besten in irgen­dein­er geeigneten Form doku­men­tieren. Auf die Kor­rek­tur bes­timmter Auf­nah­mewinkel muss hinge­gen verzichtet wer­den, wenn sich damit die Auf­nah­men in den Nach­bar­garten erstreck­en wür­den. Gehen Per­so­n­en beispiel­sweise am äußeren Rand eines von der Kam­era erfassten Bildes, so wer­den deren Köpfe von der Auf­nahme auf­grund von Auf­nah­mewinkeln dur­chaus nicht erfasst, weil sie per­spek­tivisch im Nach­bar­garten sind.

Enger auszule­gen ist hinge­gen das Per­sön­lichkeit­srecht im Haus. Hier reicht die Kam­er­aüberwachung oft­mals in einen so pri­vat­en Raum, dass die Abwä­gung viel strenger zu erfol­gen hat. Die Notwendigkeit ein­er Überwachung sollte hier hin­re­ichend über­dacht wer­den. In den Anwen­dungs­bere­ich der DSGVO fällt dieser Sachver­halt den­noch nicht.

Zur Dauer der Spe­icherung gibt es keine Gren­zen im pri­vat­en Bere­ich. Auch hier sollte dem Angemessen­heits­grund­satz Folge geleis­tet wer­den.

Im Zuge dessen, dass immer mehr Tech­nik für den pri­vat­en Bere­ich auf den Markt gebracht wird, wird die Überwachung entsprechend zunehmen. Hält man sich dabei an die Gren­zen des “guten Geschmacks”, ist auch nichts dage­gen einzuwen­den. Unbe­d­ingt zu ver­mei­den ist eine Ausweitung, die sich in die frei­heitlichen Bere­iche Drit­ter drängt.

Herzlich willkommen, Marvin Barnecki

Herzlich willkommen, Marvin Barnecki

Seit 01.09.2019 ver­stärkt Recht­san­walt Mar­vin Bar­nec­ki unser Team im Wirtschaft­srecht. Neben der juris­tis­chen Uni­ver­sitäts- und Ref­er­en­da­raus­bil­dung hat Mar­vin ein Par­al­lel­studi­um zum Bach­e­lor of Sci­ence im Bere­ich der Wirtschaftswis­senschaften absolviert und dabei sein­er Ken­nt­nisse der Finanzwirtschaft und des Steuer- und Bilanzrechts ver­tieft.

Wir freuen uns auf die Zusam­me­nar­beit!

walk4help — Weltrekord und ein voller Erfolg für die Kinder in der Region

walk4help — Weltrekord und ein voller Erfolg für die Kinder in der Region

Am Son­ntag, den 26.05.2019 haben wir mit unserem Team zusam­men mit Fre­un­den und Fam­i­lien am walk4help in Braun­schweig teilgenom­men. Bei dem durch die Unit­ed Kids Foun­da­tions ini­ti­ierten Stadt­walk ging es vor allem darum, Spenden für Kinder in Armut in der Region zu sam­meln und dafür zu sor­gen, dass das The­ma Kinder­ar­mut auch kün­ftig mehr Aufmerk­samkeit bekommt und nicht in Vergessen­heit gerät. Mehr als 20.000 Kinder in unser­er Region leben in Armut. Mit den Spenden­geldern wer­den rund 20 soziale Pro­jek­te unter­stützt, die sich um diese Kinder küm­mern und sie unter­stützen.

Gegan­gen wurde eine ca. 4 km lange Strecke durch Braun­schweig. Hier­bei haben wir sym­bol­isch alle fünf Kon­ti­nente durch­quert. Dafür wur­den in liebevoller Detailar­beit Pavil­lons, Stände und Wege entsprechend herg­erichtet und deko­ri­ert. Abgerun­det wurde die Ver­anstal­tung durch die Foodtrucks, diverse Live-Acts und viele Spaß-Ange­bote für Kinder auf dem Bra­WoPark-Gelände.

Auch für uns lief der walk4help nicht ganz ohne Vor­bere­itung ab: Für unseren Pavil­lon in der Start­zone mussten nicht nur Beach­flags und eine neue Broschüre her, auch die richti­gen Give­aways mussten gefun­den und designed wer­den! Schließlich haben wir uns neben dem oblig­a­torischen Kugelschreiber für Son­nen­brillen, Gum­mibärchen und Spring­seile entsch­ieden. Hier­mit kon­nten wir vie­len Leuten eine Freude machen: Bin­nen weniger Stun­den waren mehrere tausend Wer­beartikel verteilt und unsere Vor­räte rest­los aufge­braucht.

Beim walk4help ist nicht nur ein beachtlich­er Spenden­be­trag zusam­mengekom­men, son­dern — ganz neben­bei — auch noch ein offizieller Wel­treko­rd für die größte Walk-Staffel um die Welt aufgestellt wor­den! Min­destens 5.000 Teil­nehmer, die gemein­sam min­destens 40.000 Kilo­me­ter gehen waren hier­für notwendig. Dieses Ziel haben wir deut­lich übertrof­fen: Mehr als 10.000 Men­schen sind gemein­sam 52.482 Kilo­me­ter gegan­gen!

Wir freuen uns und sind dankbar, an diesem beson­deren Ereig­nis teilgenom­men und unseren Teil dazu beige­tra­gen zu haben.

Das Langerfeldt Haus — Unser neues Büro und seine Geschichte

Das Langerfeldt Haus — Unser neues Büro und seine Geschichte

Ab Dezem­ber 2019 begin­nt das näch­ste Kapi­tel in der Geschichte unseres Unternehmens: Wir beziehen unsere neuen Büro- und Sem­i­nar­räume im Langer­feldt-Haus. Auf mehr als 1.000 Quadrat­metern über drei Eta­gen entste­hen im Sack 17 eine Kon­ferenz- und Sem­i­nare­tage mit mod­ern­ster Tech­nik, licht­durch­flutete Büros mit Einzel­räu­men und Co-Work­ing-Zonen. Eine Büro­gestal­tung, die unsere Vorstel­lung von attrak­tiv­en Arbeit­splätzen umset­zt. Mehr als 80 Quadrat­meter Dachter­rassen bieten Platz für Ver­anstal­tun­gen und internes Net­work­ing.

Das Langer­feldt-Haus blickt auf eine lange, mitunter wech­sel­hafte Tra­di­tion zurück. Der Architekt Max Oster­loh (1851 – 1927) ent­warf die his­torischen Langer­feldt-Baut­en am Sack. Oster­loh, der auch das Städtis­che Muse­um und den Wasser­turm am Giers­berg baute, wählte hier als Stil den Neo­barock. Das Unternehmen Langer­feldt nutzte das Ensem­ble mehr als 100 Jahre, in glanzvollen Tagen, beim Wieder­auf­bau nach dem Krieg bis hin in das 21. Jahrhun­dert. Mit dem Entwurf des Graff-Gebäudes ent­stand eine ele­gante Glasstruk­tur als Kon­tra­punkt zu der neo­barock­en Fas­sade. Mit der behut­samen Umgestal­tung wollen die neuen Eigen­tümer Tra­di­tion erhal­ten und fort­führen.

Die neuen Räum­lichkeit­en im Langer­feldt-Haus geben uns die Möglichkeit, unsere langfristi­gen Wach­s­tum­spläne umzuset­zen. Ger­ade die Entwick­lung mod­ern­er Sem­i­narkonzepte in der com­ple­neo-Acad­e­my wird von dem großzügi­gen Rau­mange­bot prof­i­tieren. Die zen­trale Lage in der Braun­schweiger Innen­stadt macht unser Büro für Kun­den erre­ich­bar und bietet unserem Team ein tolles Arbeits­feld.

Sichere Organisationen benötigen mehr als Standards

Sichere Organisationen benötigen mehr als Standards

Trotz stan­dar­d­isiert­er Prozesse, ein­er Fülle an Pflicht­en und vie­len tech­nis­chen Maß­nah­men kommt es immer wieder zu Vor­fällen und Betrieb­sun­ter­brechun­gen mit hohem Schadenspo­ten­tial in deutschen Unternehmen. Ursachen dafür sind u.a. Cyber-Angriffe, Infor­ma­tion­s­abflüsse, Feuer/Explosionen, Naturkatas­tro­phen, aber auch rechtliche Verän­derun­gen und neue Tech­nolo­gien im Wirtschaft­sum­feld, (Allianz Risk Barom­e­ter 2019).

Was muss getan wer­den, um in ein­er Organ­i­sa­tion ein hohes Maß an Ver­ant­wor­tung, Acht­samkeit und Sen­si­bil­ität im Umgang mit Risiken zu erre­ichen?

Ein gut organ­isiertes und stan­dar­d­isiertes Sicher­heits­man­age­mentsys­tem (wie z.B. für Infor­ma­tion­ssicher­heit nach ISO 27001 oder für betriebliche Kon­ti­nu­ität nach ISO 22301) stellt eine notwendi­ge Grund­lage dar – behan­delt allerd­ings auch nur kalku­la­tive Muster, also den Umgang mit bekan­nten Umstän­den – und das in der Aus­führung auch unter­schiedlich pro­fes­sionell.

Um kom­plex­en Fragestel­lun­gen und Umstän­den gerecht zu wer­den und diese für die Betrof­fe­nen und Beteiligten „erleb­bar“ zu machen, sind andere Muster notwendig – diese Erfahrun­gen mussten ins­beson­dere sog. HRO (High Reli­able Orga­ni­za­tions), also Hochver­füg­barkeit­sor­gan­i­sa­tio­nen wie z.B. Kranken­häuser, Kernkraftwerke oder die Luft­fahrt, machen. Die daraus ent­stande­nen pro-aktiv­en und wertschöpfend­en Muster sind der entschei­dende Baustein für eine risikoori­en­tierte und acht­same Sicher­heit­skul­tur.

Dazu zählen eine Fülle an Hand­lungs­felder und Sicher­heit­saspek­ten wie z.B. die Ein­stel­lung der Führungskräfte, Sicher­heit als Unternehmenswert, Ein­stel­lung und Engage­ment, Sys­teme und Prozesse, Fehlerkul­tur, Kom­pe­ten­zen­twick­lung und kon­tinuier­liche Verbesserung sowie die Bedin­gun­gen für Sicher­heit.

Wenn Sie neugierig darauf gewor­den sind, wie Sie einen weit­eren Schritt in Rich­tung „gelebte“ Sicher­heit­skul­tur und acht­same Organ­i­sa­tion gehen kön­nen, dann besuchen Sie eines unser­er Sem­i­nare zu diesen The­men .